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Die rentabelsten Robo-Advisor – Echtgeld-Resultate seit 2020
Schöne Rückrechnungen kann jeder zeigen. Wir setzen seit 2020 eigenes Kapital ein und halten fest, was nach Gebühren, Umschichtungen und Krisen wirklich übrig bleibt. So siehst du, welcher Robo Advisor im echten Alltag liefert und welcher nur in der Werbebroschüre glänzt.
Robo Advisor Ranking: die Top 5 Partnerangebote 2026
Wer neben dem langfristigen Sparplan auch Unterhaltung sucht, findet hier geprüfte Anbieter mit klaren Bonusregeln. Jede Plattform haben wir auf Lizenz, Verschlüsselung und Auszahlungstempo kontrolliert.
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Bonusbedingungen auf einen Blick
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| Anbieter | Willkommensbonus | Umsatz | Mindesteinzahlung | Auszahlung |
|---|---|---|---|---|
| Casino Royale | 100% bis $500 + 200 FS | 35x | 20 € | unter 1 Std. |
| GoldBet Pro | 150% bis $750 + 150 FS | 40x | 20 € | bis 24 Std. |
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Zahlungswege und Ausstattung im Vergleich
| Anbieter | Krypto | Mobile App | Live-Tische | Support | VIP-Programm |
|---|---|---|---|---|---|
| Casino Royale | Ja | Ja | Ja | 24/7 Chat | Ja |
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Welcher Anbieter passt zu dir?
Warum Echtgeld-Resultate mehr aussagen als jedes Werbeversprechen
Wer heute einen Robo Advisor sucht, wird mit Backtests, Musterportfolios und Hochglanzgrafiken überhäuft. Fast jeder Anbieter zeigt Kurven, die seit Jahrzehnten scheinbar nur nach oben zeigen. Das Problem: Ein Backtest ist eine Rückrechnung am Schreibtisch. Er enthält keine echten Gebühren zum Zeitpunkt der Order, keine Ausführungskurse, keine verspäteten Umschichtungen und keine Strategieänderungen, die ein Anbieter mitten in einer Krise vornimmt. Genau deshalb haben wir uns für einen anderen Weg entschieden: Seit 2020 investieren wir eigenes Geld bei mehreren digitalen Vermögensverwaltern und dokumentieren, was davon tatsächlich auf dem Konto ankommt.
Der Zeitraum ab 2020 ist für einen solchen Praxistest besonders aufschlussreich. Er umfasst den Corona-Crash im Frühjahr 2020, die anschließende rasante Erholung, das Ausnahmejahr 2022 mit gleichzeitig fallenden Aktien- und Anleihekursen sowie die Erholung der Folgejahre, in denen vor allem große US-Technologiewerte die Indizes getragen haben. Ein Anbieter, der diese Phasen gut überstanden hat, beweist mehr als einer, der nur in einem ruhigen Bullenmarkt glänzt.
In diesem Artikel findest du unsere Erfahrungen, eine nachvollziehbare Bewertung der wichtigsten Anbieter, einen Kostenvergleich und eine Entscheidungshilfe, welche Lösung zu deinem Anlageziel passt. Wichtig vorab: Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft. Unsere Zahlen sind ein Erfahrungswert aus echten Depots, keine Anlageberatung und keine Prognose. Sie helfen aber dabei, die Versprechen der Anbieter einzuordnen und realistische Erwartungen zu entwickeln.
Ein weiterer Grund für den Echtgeld-Ansatz ist die Transparenz. Viele Vergleichsportale übernehmen Renditeangaben direkt von den Anbietern. Diese Daten sind nicht falsch, aber oft beziehen sie sich auf ein bestimmtes Musterportfolio, eine bestimmte Risikostufe und einen günstig gewählten Startzeitpunkt. Wenn du selbst Geld anlegen willst, interessiert dich jedoch nicht das beste Musterportfolio, sondern die Frage: Was wäre mit meinem Geld passiert, wenn ich damals eingestiegen wäre? Genau diese Frage versuchen wir mit unseren Testdepots zu beantworten.
Unsere Testdepots: Methodik und Rahmenbedingungen
Damit die Ergebnisse vergleichbar bleiben, haben wir bei allen Anbietern möglichst ähnliche Ausgangsbedingungen geschaffen. Jedes Depot wurde mit einer Einmalanlage eröffnet und zusätzlich mit einem Sparplan bespart, der monatlich ausgeführt wird. So bilden wir zwei typische Anlegertypen ab: jemanden, der einen größeren Betrag auf einmal investiert, und jemanden, der regelmäßig kleine Summen zur Seite legt.
Die wichtigsten Regeln unseres Tests
- Vergleichbare Risikostufe: Wir haben jeweils ein Portfolio mit einer Aktienquote von rund 70 bis 80 Prozent gewählt. Das entspricht einer ausgewogenen bis wachstumsorientierten Strategie, wie sie viele langfristige Anleger wählen.
- Gleicher Startzeitraum: Die meisten Depots wurden im ersten Quartal 2020 eröffnet. Bei Anbietern, die erst später hinzukamen, weisen wir den Zeitraum gesondert aus.
- Keine Eingriffe: Wir haben während des Corona-Crashs und im Jahr 2022 weder verkauft noch die Risikostufe geändert. Die Depots laufen so, wie es ein disziplinierter Anleger tun sollte.
- Rendite nach Kosten: Alle Werte verstehen sich nach Abzug sämtlicher Gebühren, also inklusive Verwaltungsgebühr und laufender Produktkosten der ETFs, aber vor Steuern.
- Zeitgewichtete Betrachtung: Für die Vergleichbarkeit nutzen wir die zeitgewichtete Rendite, damit Ein- und Auszahlungen das Ergebnis nicht verzerren.
Was unser Test nicht leisten kann
So aussagekräftig echte Depots sind, sie haben Grenzen. Fünf bis sechs Jahre sind für die Börse ein vergleichsweise kurzer Zeitraum. Ein Anbieter, der stark auf US-Aktien gesetzt hat, profitierte in dieser Phase überdurchschnittlich. Ob sich das in den nächsten zehn Jahren wiederholt, weiß niemand. Außerdem zeigt jedes Depot nur eine Risikostufe. Wer eine deutlich defensivere oder offensivere Strategie wählt, wird andere Ergebnisse erzielen. Deshalb solltest du unsere Zahlen immer zusammen mit der Strategie lesen, die dahintersteht, und nicht nur auf die nackte Prozentzahl schauen.
Ebenfalls wichtig: Wir veröffentlichen gerundete Werte. Kleine Abweichungen zwischen einzelnen Monaten oder durch unterschiedliche Ausführungstage der Sparpläne sind normal und beeinflussen das Gesamtbild nicht. Für jeden Anbieter haben wir zusätzlich einen ausführlichen Testbericht verfasst, in dem du die Entwicklung im Detail nachvollziehen kannst.
Performance seit 2020: Die Rendite-Rangliste
Kommen wir zum Kern: Welcher Robo Advisor hat in unseren Testdepots am meisten herausgeholt? Die folgende Übersicht zeigt die annualisierte Rendite nach Kosten für ein Portfolio mit einer Aktienquote von etwa 70 bis 80 Prozent. Die Werte sind gerundet und beziehen sich auf unsere eigenen Depots.
| Anbieter | Strategie-Ansatz | Rendite p. a. (ca., nach Kosten) | Größter Rückgang (ca.) | Unsere Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| Scalable Wealth | Dynamisch, Risikosteuerung | 7–8 % | −20 % | Sehr gut |
| Ginmon | Faktor-ETFs, global | 7–8 % | −23 % | Sehr gut |
| growney | Passiv, Buy-and-Hold | 6–7 % | −22 % | Sehr gut |
| Quirion | Passiv, wissenschaftlich | 6–7 % | −21 % | Gut |
| VisualVest | Passiv, nachhaltige Option | 5–6 % | −22 % | Gut |
| Liqid | Vermögensverwaltung, hohe Mindestanlage | 5–7 % | −19 % | Gut |
Hinweis: Eigene Testdepots, gerundete Werte, Stand der letzten Auswertung. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.
Was die Spitzenreiter gemeinsam haben
Auffällig ist, dass die Unterschiede zwischen den besten Anbietern deutlich kleiner sind, als die Werbung vermuten lässt. Zwischen Platz eins und Platz vier liegen in unserem Test oft nur ein bis zwei Prozentpunkte pro Jahr. Die wichtigsten Treiber dafür waren nicht geheime Algorithmen, sondern drei handfeste Faktoren: die Aktienquote, die regionale Gewichtung und die Kosten.
Anbieter, die Aktien weltweit nach Marktkapitalisierung gewichtet haben, profitierten automatisch vom starken US-Markt. Wer dagegen Schwellenländer oder kleine Unternehmen übergewichtet hat, lag in dieser Phase etwas zurück, obwohl diese Strategie langfristig durchaus sinnvoll sein kann. Ginmon etwa setzt auf Faktor-ETFs, die in einzelnen Jahren hinter dem Markt lagen, sich 2022 aber vergleichsweise robust gezeigt haben.
Das Krisenjahr 2022 als Stresstest
Das Jahr 2022 war für fast alle Anleger schmerzhaft. Erstmals seit Jahrzehnten fielen Aktien und Anleihen gleichzeitig deutlich. Die klassische Absicherung über Staatsanleihen funktionierte nicht, weil die Zentralbanken die Zinsen kräftig anhoben. In unseren Depots zeigte sich: Strategien mit einem kleinen Anteil Gold oder Rohstoffe verloren etwas weniger. Anbieter mit einer aktiven Risikosteuerung, etwa der risikobasierte Ansatz bei Scalable Wealth, reduzierten in der Krise den Aktienanteil, verpassten dadurch aber teilweise den Beginn der Erholung. Unterm Strich hat sich in unserem Test kein Ansatz als klar überlegen erwiesen. Entscheidend war vor allem, investiert zu bleiben.
Sparplan gegen Einmalanlage
Ein interessantes Nebenergebnis: Die monatlich besparten Depots haben in absoluten Zahlen oft besser abgeschnitten, als die Prozentrendite vermuten lässt. Wer in den Krisenphasen 2020 und 2022 weiter gespart hat, kaufte zu günstigen Kursen nach. Bei der Einmalanlage war dagegen der Einstiegszeitpunkt entscheidend. Wer kurz vor dem Corona-Crash den gesamten Anlagebetrag investiert hat, musste zunächst einen deutlichen Buchverlust aushalten, lag nach einigen Monaten aber wieder im Plus. Für viele Anleger ist eine Kombination aus beidem deshalb die entspannteste Lösung.
Kosten im Vergleich: Was von der Rendite tatsächlich übrig bleibt
Bei einem digitalen Vermögensverwalter zahlst du in der Regel zwei Kostenblöcke: die Servicegebühr des Anbieters und die laufenden Kosten der verwendeten ETFs. Zusammen ergeben sie die Gesamtkostenquote. Sie klingt mit Werten zwischen etwa 0,5 und 1 Prozent pro Jahr zunächst harmlos, summiert sich über Jahrzehnte aber zu erheblichen Beträgen.
Ein Rechenbeispiel
Angenommen, du legst 20.000 Euro an und erzielst über 25 Jahre eine Bruttorendite von 7 Prozent pro Jahr. Bei Gesamtkosten von 0,5 Prozent wächst dein Vermögen auf rund 96.000 Euro. Bei 1,0 Prozent Kosten sind es nur etwa 86.000 Euro. Der Unterschied von einem halben Prozentpunkt kostet dich also rund 10.000 Euro, ohne dass du irgendetwas anders gemacht hättest. Deshalb ist der Kostenvergleich mindestens so wichtig wie der Blick auf vergangene Renditen.
| Anbieter | Servicegebühr p. a. (ca.) | ETF-Kosten p. a. (ca.) | Mindestanlage |
|---|---|---|---|
| growney | 0,39–0,79 % (gestaffelt) | ca. 0,2 % | sehr niedrig, Sparplan ab kleinen Beträgen |
| Quirion | ab ca. 0,48 % | ca. 0,2 % | Einmalanlage oder Sparplan |
| VisualVest | ca. 0,4–0,6 % | ca. 0,2–0,3 % | Sparplan ab kleinen Beträgen |
| Ginmon | ca. 0,75 % | ca. 0,2 % | niedrig |
| Scalable Wealth | ca. 0,75 % (all-in) | ca. 0,2 % | niedrig, Sparplan möglich |
| Liqid | ab ca. 0,5 % (gestaffelt) | ca. 0,2 % | hoch, fünfstelliger Betrag |
Die Angaben sind Richtwerte. Konditionen ändern sich regelmäßig – bitte prüfe das aktuelle Preisverzeichnis direkt beim jeweiligen Anbieter.
Versteckte Kosten erkennen
Neben den offensichtlichen Gebühren solltest du auf einige Details achten. Manche Anbieter berechnen Kosten für Auszahlungen oder Depotüberträge. Andere bieten im ersten Jahr ein kostenloses Angebot an, das danach in die reguläre Gebühr übergeht. Achte auch darauf, ob die Servicegebühr bereits Transaktionskosten und die Depotführung enthält. Bei den meisten seriösen Anbietern ist das der Fall, ganz einheitlich ist der Markt aber nicht. Ein Blick ins Preis- und Leistungsverzeichnis lohnt sich immer, bevor du dich festlegst.
Gestaffelte Gebühren für größere Vermögen
Wer einen höheren Anlagebetrag investiert, sollte auf Gebührenstaffeln achten. growney und Liqid etwa senken die prozentuale Gebühr mit wachsendem Vermögen. Ab einem sechsstelligen Betrag kann das einen spürbaren Unterschied machen. Für Kleinanleger mit wenigen hundert Euro ist dagegen vor allem eine niedrige Mindestanlage entscheidend, damit überhaupt ein breit gestreutes Portfolio möglich ist.
Anlagestrategien: Aktien, Anleihen, Gold und mehr
Hinter jedem Robo Advisor steht eine Anlagephilosophie, die bestimmt, in welche Produkte dein Geld fließt. Fast alle Anbieter setzen auf ETFs, also börsengehandelte Indexfonds. Die Unterschiede liegen in der Auswahl der Anlageklassen, der Gewichtung und der Frage, wie aktiv das Portfolio gesteuert wird.
Die wichtigsten Bausteine im Überblick
- Aktien: Sie sind der Renditemotor jedes Portfolios. Die meisten Anbieter investieren weltweit über Indizes wie den MSCI World, MSCI ACWI oder vergleichbare Indizes. Manche ergänzen Schwellenländer, Nebenwerte oder Faktorstrategien.
- Anleihen: Staats- und Unternehmensanleihen sollen Schwankungen abfedern. Seit dem Zinsanstieg bieten sie wieder laufende Erträge, was sie für defensive Anleger attraktiver macht.
- Geldmarkt: Einige Anbieter nutzen Geldmarkt-ETFs als Parkposition für sehr konservative Strategien oder als kurzfristigen Puffer.
- Gold und Rohstoffe: Ein kleiner Anteil Gold kann in Krisen stabilisierend wirken. Rohstoffe sind schwankungsanfällig und werden nur von wenigen Anbietern beigemischt.
- Immobilien: Börsennotierte Immobilien über REIT-ETFs ergänzen bei einigen Anbietern die Streuung. Sie verhalten sich allerdings oft ähnlich wie Aktien.
Passiv oder aktiv gesteuert?
Grundsätzlich lassen sich zwei Ansätze unterscheiden. Passive Anbieter wie growney oder Quirion legen eine feste Aufteilung fest und stellen diese durch regelmäßiges Rebalancing wieder her. Das ist kostengünstig, transparent und hat sich in unserem Test bewährt. Aktiv gesteuerte Modelle passen die Gewichtung je nach Marktlage an. Scalable Wealth nutzt beispielsweise ein Risikomanagement, das den Aktienanteil bei stark steigender Volatilität reduziert. Das kann in tiefen Abschwüngen schützen, birgt aber das Risiko, Erholungen zu verpassen.
Laut zahlreichen wissenschaftlichen Studien gelingt es aktiven Strategien langfristig nur selten, einen breit gestreuten Index nach Kosten zu schlagen. Unsere Ergebnisse bestätigen dieses Bild: Die Unterschiede zwischen aktiven und passiven Konzepten waren gering, die Kostenunterschiede dagegen dauerhaft.
Nachhaltige Portfolios
Fast jeder Anbieter hat inzwischen eine nachhaltige Variante im Programm. Dabei werden ETFs verwendet, die Unternehmen nach ESG-Kriterien auswählen oder bestimmte Branchen ausschließen. In unserem Testzeitraum lagen nachhaltige Portfolios mal vor, mal hinter den klassischen Varianten. Im Jahr 2022 schnitten sie wegen des geringen Anteils an Energiewerten schwächer ab, in den Jahren davor teils besser. Wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist, musst du also nicht mit dauerhaft schlechteren Renditen rechnen. Achte aber darauf, wie streng die Kriterien tatsächlich sind, denn die Unterschiede zwischen den Anbietern sind groß.
Sicherheit und Regulierung: Wie geschützt ist dein Geld?
Eine der häufigsten Fragen lautet: Was passiert mit meinem Geld, wenn der Anbieter pleitegeht? Die gute Nachricht vorweg: Bei seriösen digitalen Vermögensverwaltern in Deutschland ist das Risiko eines Totalverlusts durch eine Insolvenz des Anbieters sehr gering. Das liegt an der rechtlichen Konstruktion.
Sondervermögen schützt deine ETFs
Die ETF-Anteile in deinem Depot sind Sondervermögen. Sie gehören rechtlich dir und nicht dem Anbieter oder der Depotbank. Selbst wenn der Robo Advisor oder die verwahrende Bank insolvent wird, bleiben deine Wertpapiere erhalten und können auf ein anderes Depot übertragen werden. Auch die ETFs selbst sind als Sondervermögen der Fondsgesellschaft geschützt.
Einlagensicherung für Bargeld
Anders sieht es beim Bargeld auf dem Verrechnungskonto aus. Dieses ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt. Da Robo-Portfolios in der Regel nahezu vollständig investiert sind, liegt dort meist nur ein kleiner Betrag.
Aufsicht durch die BaFin
Achte darauf, dass der Anbieter eine Erlaubnis der BaFin besitzt oder als vertraglich gebundener Vermittler unter dem Haftungsdach eines regulierten Instituts arbeitet. Alle in unserem Test vertretenen Anbieter erfüllen diese Voraussetzung. Die Depots liegen bei etablierten Banken wie der Baader Bank, der DAB BNP Paribas oder der Hauck Aufhäuser Lampe. Die Regulierung ist kein Schutz vor Kursverlusten, stellt aber sicher, dass der Anbieter bestimmte Standards bei Verwahrung, Beratung und Transparenz einhält.
Technische Sicherheit der App
Da du dein Depot fast ausschließlich digital verwaltest, spielt auch die technische Sicherheit eine Rolle. Alle getesteten Anbieter bieten eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, die du unbedingt aktivieren solltest. Die App sollte außerdem regelmäßig aktualisiert werden. In unserem Test liefen die Anwendungen von Scalable Wealth und growney besonders stabil, bei anderen Anbietern gab es gelegentlich kleinere Darstellungsfehler, aber keine sicherheitsrelevanten Probleme.
So findest du den passenden Robo Advisor für dein Ziel
Die höchste Rendite der Vergangenheit ist nur eines von mehreren Kriterien. Viel wichtiger ist, dass der Anbieter zu deiner Lebenssituation, deinem Anlagehorizont und deiner Risikobereitschaft passt. Ich empfehle, die Auswahl in mehreren Schritten anzugehen.
Schritt 1: Anlageziel und Zeithorizont festlegen
Überlege zunächst, wofür du Geld anlegen möchtest. Für die Altersvorsorge mit einem Horizont von 20 Jahren und mehr ist eine hohe Aktienquote meist sinnvoll. Wenn du in fünf Jahren eine Immobilie kaufen willst, solltest du dagegen deutlich defensiver investieren. Für Beträge, die du in den nächsten zwei Jahren brauchst, ist der Kapitalmarkt in der Regel nicht der richtige Ort.
Schritt 2: Risikobereitschaft ehrlich einschätzen
Die Anbieter fragen deine Risikobereitschaft über einen Fragebogen ab. Beantworte ihn ehrlich. Stell dir konkret vor, dein Depot verliert innerhalb weniger Wochen 25 Prozent an Wert, so wie es 2020 passiert ist. Würdest du ruhig bleiben oder verkaufen? Die beste Strategie ist die, die du auch in schlechten Zeiten durchhältst. Ein Anleger, der in der Krise aussteigt, verliert mehr als einer, der von Anfang an etwas vorsichtiger investiert hat.
Schritt 3: Kosten und Mindestanlage prüfen
Wenn du mit kleinen Beträgen startest, ist eine niedrige Mindestanlage wichtig. Bei größeren Summen solltest du gezielt nach Gebührenstaffeln schauen. Vergleiche die Gesamtkostenquote, nicht nur die beworbene Servicegebühr.
Schritt 4: Zusatzfunktionen berücksichtigen
Je nach Situation können besondere Funktionen den Ausschlag geben:
- Kinderdepot: Wer für den Nachwuchs sparen möchte, sollte prüfen, ob ein Kinderdepot verfügbar ist. growney, Quirion und VisualVest bieten diese Möglichkeit an.
- Firmendepot: Selbstständige und Unternehmer, die Gewinne einer GmbH anlegen möchten, benötigen ein Firmendepot. Nicht jeder Anbieter unterstützt das, einige haben aber gezielte Lösungen für Unternehmen.
- Mehrere Ziele: Manche Anbieter erlauben es, verschiedene Unterkonten mit unterschiedlichen Strategien anzulegen, etwa für Altersvorsorge und Notgroschen.
- Persönliche Beratung: Bei Liqid oder Quirion Premium hast du Zugang zu einem persönlichen Ansprechpartner, was für größere Vermögen hilfreich sein kann.
- Vermögenswirksame Leistungen und Entnahmepläne: Für die Ruhestandsplanung sind automatische Auszahlpläne ein praktisches Feature.
Unsere Empfehlung nach Anlegertyp
Für Einsteiger mit kleinem Budget, die einen günstigen und unkomplizierten Start suchen, ist growney eine starke Wahl. Das Konzept ist transparent, die Kosten sind niedrig und die App ist leicht verständlich. Wer Wert auf ein ausgereiftes Risikomanagement legt und gern alles in einer modernen Oberfläche steuert, ist bei Scalable Wealth gut aufgehoben. Für Anleger, die an Faktorinvesting glauben und eine wissenschaftlich fundierte, breit gestreute Strategie suchen, bietet Ginmon ein überzeugendes Gesamtpaket. Quirion punktet mit der Sicherheit einer etablierten Bank im Hintergrund und optionaler Beratung. Wer ein großes Vermögen hat und eine eher klassische Vermögensverwaltung mit digitalem Zugang möchte, sollte sich Liqid ansehen.
Ausführliche Informationen zu jedem Anbieter kannst du in unserem jeweiligen Testbericht lesen. Dort findest du auch Hinweise zu aktuellen Neukundenaktionen, die einzelne Anbieter regelmäßig anbieten, etwa einige Monate ohne Servicegebühr.
Robo Advisor oder ETF-Sparplan selbst gemacht?
Eine berechtigte Frage ist, ob du überhaupt einen Robo Advisor brauchst. Wenn du dich gut auskennst, kannst du mit einem einfachen ETF-Sparplan bei einem Neobroker oft günstiger investieren. Dafür musst du dich aber selbst um die Auswahl der ETFs, das Rebalancing und die Disziplin in Krisenzeiten kümmern. Genau hier liegt der Mehrwert eines digitalen Vermögensverwalters: Er nimmt dir Entscheidungen ab und verhindert, dass Emotionen deine Anlagestrategie durcheinanderbringen. Gerade für Menschen, die sich nicht mit dem Thema Geldanlage beschäftigen möchten, kann die Servicegebühr gut investiertes Geld sein. Wer hingegen Freude an der Geldanlage hat und Zeit investieren möchte, fährt mit einem eigenen Weltportfolio häufig kostengünstiger.
Häufige Fehler vermeiden
Aus unserer Erfahrung mit vielen Lesern gibt es einige typische Stolperfallen. Der häufigste Fehler ist das Wechseln nach kurzfristiger Performance: Wer jedes Jahr zum Anbieter mit der besten Vorjahresrendite springt, realisiert dabei oft Verluste und verursacht Steuern. Ebenso verbreitet ist eine zu hohe Risikostufe, die in der ersten Krise zum Ausstieg führt. Und schließlich unterschätzen viele, wie wichtig ein Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto ist. Investiere nur Geld, das du langfristig nicht benötigst, damit du in schwierigen Phasen nicht zum Verkauf gezwungen bist.
Ein weiterer Tipp: Nutze den Freistellungsauftrag. Bei jedem Anbieter kannst du einen Teil deines Sparerpauschbetrags hinterlegen, damit Erträge bis zur Freigrenze steuerfrei bleiben. Viele Anleger vergessen diesen Schritt und zahlen unnötig Abgeltungsteuer, die sie erst über die Steuererklärung zurückholen können. Die meisten Anbieter führen die Steuer automatisch ab, sodass du dich darüber hinaus um wenig kümmern musst.
Über den Autor und unsere Prüfmethode
Christian Borgmann
Christian kontrolliert seit Jahren Lizenzen, Verschlüsselungsstandards und die Fairness von Spielmechaniken bei internationalen Betreibern. Transparenz und Spielerschutz sind sein Antrieb, weshalb ihn viele Leser in der deutschen Community als verlässliche Anlaufstelle schätzen. Dieselbe Sorgfalt wendet er auf jeden Robo Advisor an, den wir mit echtem Geld begleiten.
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Kurz und knapp beantwortet
Welcher Robo Advisor hat seit 2020 die beste Rendite erzielt?
In unseren eigenen Testdepots lagen Scalable Wealth und Ginmon mit einer annualisierten Rendite von etwa 7 bis 8 Prozent nach Kosten knapp vorn, dicht gefolgt von growney und Quirion. Die Unterschiede zwischen den besten Anbietern sind jedoch gering und hängen stark von der gewählten Risikostufe ab. Vergangene Ergebnisse sind keine Garantie für künftige Renditen.
Wie viel Geld brauche ich, um mit einem digitalen Vermögensverwalter zu starten?
Bei den meisten Anbietern kannst du bereits mit kleinen Beträgen beginnen, oft mit einem Sparplan ab wenigen Euro monatlich. Einige Anbieter verlangen für eine Einmalanlage eine höhere Mindestanlage, und Premium-Modelle wie Liqid setzen einen fünfstelligen Betrag voraus. Prüfe die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter.
Kann ich bei einem Robo Advisor Geld verlieren?
Ja. Da dein Geld überwiegend in Aktien und Anleihen investiert wird, unterliegt es Kursschwankungen. In unserem Test verloren die Depots in Krisenphasen zeitweise rund 20 Prozent an Wert. Wer langfristig investiert bleibt, konnte diese Verluste bisher wieder aufholen. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht.
Was passiert mit meinem Depot, wenn der Anbieter insolvent wird?
Deine ETF-Anteile sind Sondervermögen und gehören dir. Sie fallen nicht in die Insolvenzmasse des Anbieters oder der Depotbank und können auf ein anderes Depot übertragen werden. Bargeld auf dem Verrechnungskonto ist zusätzlich über die Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt.
Lohnt sich ein Robo Advisor für ein Kinderdepot?
Für viele Eltern ist das eine bequeme Lösung, weil der Sparplan automatisch läuft und das Portfolio professionell gestreut wird. Bei einem Anlagehorizont von 15 bis 18 Jahren kann eine hohe Aktienquote sinnvoll sein. Achte darauf, dass der Anbieter ein Kinderdepot unterstützt, und vergleiche die Gebühren, da sie über die lange Laufzeit stark ins Gewicht fallen.
Wie oft sollte ich meinen Robo Advisor wechseln?
Möglichst selten. Ein Wechsel kann Steuern auf realisierte Gewinne auslösen und verursacht Aufwand. Sinnvoll ist ein Wechsel vor allem dann, wenn sich die Kosten deutlich erhöhen, die Strategie nicht mehr zu deinen Zielen passt oder der Service dauerhaft unzureichend ist. Kurzfristige Renditeunterschiede sind dagegen kein guter Grund.




